Angekommen im neuen Jahr!

Veröffentlicht am Sonntag, den 19.02.2017

Das KiA-Vereins-Jahr fing am 07.01.17 mit der jährlichen Hauptversammlung an. Da die 11 Vereins-Mitglieder verstreut am Niederrhein, in Wuppertal, Bonn, Aachen und Berlin wohnen, finden die Treffen jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Dieses Mal waren Liese & Frederik Meinhardt in Berlin Gastgeber. Die Sitzung war sehr effektiv und Berlin war den Besuch wert!

Nach einem Tag zuhause flogen Ulrike und ich am 10.01. nach Uganda.

Wie schon erwähnt, hatten Ulrike und ich beschlossen, möglichst viele CHAIN-Mitarbeiter zu interviewen,um sie besser kennenzulernen und mehr über die Zusammenarbeit zu erfahren.

Nach 3 Wochen hatte ich dann mit allen Heimmitarbeitern sprechen können. Die Lehrer kamen leider erst an meinem letzten Tag in CHAIN an, weil dann erst die “Weihnachtsferien” vorbei waren.

Am ersten Schultag konnte ich aber wenigstens fast alle Schulklassen besuchen.

Die Interviews mit den Mitarbeitern haben uns noch mal gezeigt, dass CHAIN eine wirklich gut strukturierte Organisation ist mit einem Top-Leiter und auch als Arbeitsplatz sehr geschätzt wird.

Ansonsten konnte ich in den drei Wochen auch in alle Arbeitsbereiche ‘reinschnuppern.

Mit Ulrike bin ich an einem Morgen um 7.00 Uhr für anderthalb Stunden über die Felder gewandert, wo uns Landwirt Jimmy Vieles erklärte: zum Beispiel, warum manche Felder ruhen, warum es Wechsel im Anbau auf einem Feld gibt und wie sie die Affen von den Feldern fernhalten. Diese mögen nämlich auch sehr gerne Mais und besuchen uns inzwischen sogar auf unserer Terrasse um die schönen roten Blüten aus den Pflanzkübeln zu fressen.

Die Maisernte wurde an drei aufeinander folgenden Tagen früh morgens von einer Gruppe Kinder eingeholt.

Eine Gruppe blinder Kinder breitete die Maiskolben auf Folien aus, um sie abends wieder ins Lager zu bringen, damit sie nicht vom Tau feucht werden.

Nathan (einer der blinden Jugendlichen) verteidigte die schmackhaften Maiskolben mit seiner Gitarre erfolgreich gegen Kühe, Schafe, Hühner und Affen.

Nach 3 Tagen Trocknen wurden die Kolben in Säcke verschnürt und solange mit Stockschlägen bearbeitet, bis sich die Maiskörner von den Kolben lösten. Danach wurden in Handarbeit die letzten Körner von den Kolben getrennt. Währenddessen gab es viel Zeit zum Erzählen und Singen.

Danach wurden die Körner nochmal auf einer Folie ausgebreitet, wo der Mais wieder 3 Tage in der Sonne trocknen durfte.

Die leeren Kolben kamen auf eine andere Folie zum Trocknen in die Sonne. Die Kolben werden als “Anzünder” für das Kochfeuer benutzt.

So haben alle Kinder an den Vormittagen “Haus-und-Hof”-Aufgaben. Einige Kinder sind für den Großputz am Essplatz, den Schlafräumen, der Küche oder den Waschplätzen zuständig. Die Kleineren und Blinden sieht man überall auf dem Gelände in kleinen Gruppen Laub von den Wiesen sammeln. Ein paar größere Kinder kümmern sich um die Babys und Kleinkinder der Mitarbeiter.

Nach dem Mittagessen freuen sich alle Kinder auf das Ferien-Programm. Die Sozialarbeiter bieten etwas besonderes an, wie Handarbeiten oder Sport oder sie holen das Sandspielzeug für den Sandkasten ‘raus oder eröffnen das Spielzimmer.

Ulrike und ich haben während unseres Besuches auch allen Mitarbeitertreffen, Seminaren, Kindertreffen und Andachten beigewohnt.
Es ist ganz schön viel los dort im Kinderheim!

So verging unsere Zeit in Uganda mal wieder wie im Fluge und wir konnten die Trockenzeit und Hitze (fast) genießen.

Wer von euch mal Zeit und Lust hat, einen afrikanischen Urlaub zu erleben ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu informieren. Alles ist recht einfach ausgestattet, aber die Mitarbeiter und Kinder bei CHAIN sind wunderbare Gastgeber und freuen sich immer sehr darüber, uns ihre Welt näher bringen zu können.

So grüßen wir euch mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen bereichert,

Eure Gerda und Ulrike

Und hier noch einige Fotos von unserem Besuch in Uganda. Dort seht ihr auch, wie viel Freude die Kinder und Mitarbeiter an den Weihnachtsgeschenken hatten und haben.

Jimmy (der Gärtner) behandelt die Orangenbäume gegen Parasiten

Jimmy (der Gärtner) behandelt die Orangenbäume gegen Parasiten

Mitarbeiter mit ihren neuen CHAIN-Shirts

Mitarbeiter mit ihren neuen CHAIN-Shirts

Juliet (die Krankenschwester) und ein Kind demonstrieren im Kindergarten, wie ein Moskitonetz richtig benutzt wird

Juliet (die Krankenschwester) und ein Kind demonstrieren im Kindergarten, wie ein Moskitonetz richtig benutzt wird

Jimmy zeigt den Kindern, wie der geerntete und getrocknete Mais weiter bearbeitet wird

Jimmy zeigt den Kindern, wie der geerntete und getrocknete Mais weiter bearbeitet wird

Leiter Stone und Sozialarbeiterin Bridget diskutieren mit einigen Sehbehinderten/Blinden über Ausbildungsinhalte

Leiter Stone und Sozialarbeiterin Bridget diskutieren mit einigen Sehbehinderten/Blinden über Ausbildungsinhalte

Aunt Bridget freut sich darüber, die Weihnachtsgeschenke für die Kinder vorzubereiten

Aunt Bridget freut sich darüber, die Weihnachtsgeschenke für die Kinder vorzubereiten

Betty zeigt stolz ihre neue Schultasche

Betty zeigt stolz ihre neue Schultasche

Ein Mädchen probiert die neue Schaukel aus

Ein Mädchen probiert die neue Schaukel aus

Die neuen Kinder-Fahrräder sind der Hit

Die neuen Kinder-Fahrräder sind der Hit

...und nicht nur die Kinder haben sich über die Fahrräder gefreut

...und nicht nur die Kinder haben sich über die Fahrräder gefreut

Die bunten Schaukeln werden von kleinen und großen Kindern viel genutzt

Die bunten Schaukeln werden von kleinen und großen Kindern viel genutzt

Akim steht seine neue Uhr sehr gut

Akim steht seine neue Uhr sehr gut

...und auch Junior wirkt gleich ein Stückchen größer

...und auch Junior wirkt gleich ein Stückchen größer

Geteilte Freude ist doppelte Freude!

Geteilte Freude ist doppelte Freude!

Die Weihnachts-Spenden-Aktion strahlte bis ins kleine Dorf Katoogo hinaus. Dort freut sich die ganze Dorfgemeinschaft über die bald fertige Grundschule:

Fatima vor der noch nicht ganz fertigen Grundschule im Dorf Katoogo

Fatima vor der noch nicht ganz fertigen Grundschule im Dorf Katoogo

Die Grundschule wird vorbereitet für die Bedachung

Die Grundschule wird vorbereitet für die Bedachung

Das fertige Dach schützt vor Regen und Sonne!

Das fertige Dach schützt vor Regen und Sonne!

Spendenkonto:
IBAN: DE28 4401 0046 0912 0034 65
BIC: PBNKDEFF (Postbank Dortmund)
K.i.A. Kinder in Afrika e.V.
Matthias Mohr & Gerdina Mohr | Oberwall 22 | 42289 Wuppertal (Deutschland)
Tel.: 0202 – 62 33 18 | E-Mail: info@kinder-in-afrika.org